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Der Kunde
Die WÖHRL Unternehmensgruppe beschäftigt über 2.400 Mitarbeiter und betreibt insgesamt 36 Modehäuser in Ost- und Süddeutschland. Das 1933 von Rudolf Wöhrl gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Nürnberg überzeugt durch Markenkompetenz und -vielfalt in den Bereichen Damen-, Herren- und Kindermode sowie in den Segmenten Sport und Young Fashion.

Projektinterview

Ziel des Projekts war die Ablösung der bestehenden Presentation Server-Infrastruktur durch XenDesktop und die Etablierung von Citrix als Kerntechnologie. Zu diesem Zweck erstellte netlogix zunächst ein Proof of Concept (PoC), das nach ausführlichen Tests in die endgültige Installation überführt wurde. Außerdem wurde Citrix NetScaler installiert, um Load Balancing zu ermöglichen und Zugriffe von außen abzusichern.

Die Redaktion des netlogix Magazin traf sich zum Gespräch über das Projekt mit Michael Schramm, Leiter IT bei WÖHRL, sowie Robert Böhm und Marc Peters, die das Projekt zusammen mit Sebastian Rothgerber von netlogix durchgeführt haben.

Das komplette Interview finden Sie in der aktuellen Ausgabe des netlogix Magazin. Dieses können Sie hier abonnieren.

Aus welchem Anlass oder zu welchem Zweck haben Sie XenDesktop eingeführt?
Michael Schramm (MS): Wir haben es ja nicht neu eingeführt. Wir haben schon seit sieben Jahren MetaFrame Presentation Server in der Zentrale im Einsatz und diese Technologie im Laufe der Zeit auch für unsere Filialen adaptiert, um klassische arbeitsintensive Aufgaben wie Softwareverteilung zu umgehen. Vor drei Jahren haben wir ein größeres Update der Arbeitsoberfläche durchgeführt und in unseren Filialen alle PCs durch Thin Clients ersetzt. Vor allem der stark gesunkene Supportaufwand hat uns in dem Vorhaben bestätigt, wieder ein Upgrade auf die aktuelle Technologie durchzuführen.

Wie liefen Planung und Durchführung des Projekts ab?
MS: Wir haben vor dem Projekt auch andere Produkte getestet und uns dann letztendlich für die Citrix-Technologie entschieden, da die Integration bei Citrix einen sehr viel höheren Grad besitzt, insbesondere was den externen Zugriff mit NetScaler, das Load Balancing zwischen den Servern und die Serververwaltung angeht. Auf dieser Basis haben wir dann ein Proof of Concept erarbeitet mit der Prämisse, dieses in den Produktivbetrieb zu übernehmen, wenn es für uns so funktioniert.

Was wurde außer der Einführung von XenDesktop noch gemacht?
Sebastian Rothgerber (SR): Für den externen Zugriff und das Load Balancing zwischen den Servern wurde NetScaler installiert, die Login-Skripte wurden durch Group Policy Preferences abgelöst. Dadurch muss nach der Anmeldung nicht erst noch ein Skript ausgeführt werden, was die Anmeldung beschleunigt, und man muss nicht bei jeder Änderung das Skript anpassen.
MS: Meine Intention mit NetScaler war primär nicht das Load Balancing, sondern das Ablösen unserer jetzigen VPN-Lösung, mit der wir in letzter Zeit relativ unzufrieden waren. Außerdem wollten wir unseren Benutzern für die Zukunft eine einheitliche Arbeitsumgebung zur Verfügung stellen, auf die man geräteunabhängig jederzeit von jedem Ort aus zugreifen kann. In die Zukunft gedacht, hilft uns das auch sehr bei der Integration der IT-Systeme von SinnLeffers.

von links nach rechts: Marc Peters, Robert Böhm, Michael Schramm, Sebastian Rothgerber, Helena Jäger

Welche Vorteile bietet das neue System für die Anwender bzw. für Sie als Administratoren?
Marc Peters (MP): Ich kannte Citrix bisher nicht, aber für mich ist es intuitiv zu bedienen, da seit XenDesktop 7.0 alles von einer zentralen Konsole aus verwaltet wird. In den letzten Monaten ist auch die Anzahl der Supporttickets deutlich geringer geworden.
MS: Wir hatten vor dem Projekt eine klassisch gewachsene Struktur, jetzt haben wir eine einheitliche Umgebung, die auch einheitlich verwaltet werden kann. Dadurch hat sich der Aufwand für Administration und Benutzerverwaltung deutlich verringert. Zudem ist ein Punkt für das Unternehmen von Vorteil: Die Endgeräte haben eine längere Lebensdauer. Wir haben vor drei Jahren Thin Clients gekauft und rechnen damit, diese noch fünf Jahre einsetzen zu können. Bei knapp 500 Endgeräten ist es schon ein Unterschied, ob Sie alle zwei oder drei Jahre Geräte austauschen müssen oder ob Sie Geräte fünf oder sogar mehr Jahre verwenden können, die zudem auch noch günstiger in der Anschaffung sind.
MP: Das Wichtigste ist zur Zeit, mit wenigen Schritten auch Anwendungen für SinnLeffers bereitstellen zu können. Wir müssen den SinnLeffers-Kollegen lediglich Accounts einrichten und sie können sofort mit diversen Unternehmensprogrammen arbeiten.

Sind Sie zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Projekts?
MP: Wir sind sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit Herrn Rothgerber und auch Herrn Faltin (für die GPOs) sowie Herrn Städtler (bei der NetScaler-Installation) verlief optimal. Die Kollegen sind immer sofort da, wenn wir ein Problem haben.
Robert Böhm (RB): Herr Rothgerber hat mir schon mal abends um 22 oder 23 Uhr eine Mail geschrieben. Dadurch fühlen wir uns sehr gut aufgehoben. Ich habe schon mit einigen Consultants zusammengearbeitet, daher fällt der Vergleich wirklich sehr positiv für netlogix aus.
MP: Insbesondere zu NetScaler haben wir schon Feedback von einigen Kollegen bekommen. Das ist kein Vergleich zu unserer alten Anwendung: Man kann jetzt selbst im kleinsten Internetcafé auf seine Applikationen zugreifen.

Wie geht es weiter?
RB: Wir stehen jetzt vor der Herausforderung, die komplette Hauptverwaltung und anschließend die SinnLeffers-Häuser auf Citrix umzurüsten.
MS: Daneben werden wir Citrix als Kerntechnologie im Unternehmen weiter ausbauen. Alle Mitarbeiter ohne Notebook sollen Ende 2015 mit einer Citrix-Umgebung arbeiten. Auch im Bereich mobiler Endgeräte wollen wir 2015 die Citrix-Lösung XenMobile implementieren.