
Der Kunde:
Die AZO GmbH & Co. KG plant, fertigt und montiert weltweit Maschinen und Anlagen für das automatische Handling von Schüttgütern, pulverförmigen Komponenten, Aromen, Additiven, Kleinstmengen oder Flüssigkeiten in den Branchen Nahrung, Pharma, Chemie und Kunststoff.
Das 1949 von Adolf Zimmermann in Osterburken gegründete Familienunternehmen beschäftigt aktuell 921 Mitarbeiter; zur Firmengruppe gehören neben dem Stammsitz in Osterburken zwei Tochtergesellschaften in Deutschland sowie Vertriebsgesellschaften in Europa und Übersee.
Das Projekt:
Die Einführung von Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM) 2012 bei AZO hatte zum Ziel, das Rollout der PCs und Notebooks zu standardisieren, die zeitaufwendige manuelle Installation der Betriebssysteme und Verteilung von Software auf den Clients zu automatisieren sowie eine bessere Übersicht über die installierte Software zu erhalten. Neben der Grundinstallation des SCCM gehörten dazu das Erzeugen eines Basisimage für Windows 7 (32 und 64bit), von Treiber- und Softwarepaketen, das Erstellen einer Zero-touch-Installation für Standard-PCs sowie das Einrichten der SCCM-Reports, um auf Hard- und Softwareinventarisierungsdaten zugreifen zu können.
Im Gespräch mit dem netlogix Magazin äußern sich Christian Granitzer (Projektverantwortlicher bei AZO), Mario Zimmermann (Netzwerk- und Systemspezialist bei AZO) und Thomas Steinbach (IT-Leiter bei AZO) über die verschiedenen Projektphasen und die fast schon kollegiale Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern.
Das komplette Interview finden Sie in der aktuellen Ausgabe des netlogix Magazin. Dieses können Sie hier abonnieren
Bisher hatten Sie kein Softwareverteilungssystem. Was war der Grund dafür, eines einzuführen?
Christian Granitzer (CG): Mit dem Thema Softwareverteilung haben wir uns schon vor längerer Zeit beschäftigt. Die Vorgabe war, unser damaliges CAD-System per Softwareverteilung zu installieren. Die ersten Tests mit Fremdprodukten haben aber nicht funktioniert, deshalb wurde das Thema wieder fallengelassen. In unserer Microsoft Enterprise Agreement-Lizenzierung ist System Center Configuration Manager bereits enthalten. Daher war es klar, dass wir uns nach der SAP-Einführung intensiv mit SCCM auseinandersetzen werden.
Mario Zimmermann (MZ): Ein Grund war noch, identische Software auf den Rechnern zur Verfügung zu stellen und das Update zu vereinfachen.
Thomas Steinbach (TS): Zielsetzung ist die Standardisierung der Softwarepakete und die Automatisierung der notwendigen Updates am Client sowie das automatische Ausrollen der notwendigen Securitypatches. Beim Support erreichen wir eine bessere Qualität, wenn überall das gleiche installiert ist und man auf dieselbe Art und Weise darauf zugreifen kann. Das „Betanken“ der CAD-Arbeitsplätze ist neben den Standard-PCs und Notebooks hierbei schon eine größere Herausforderung.
Auf wie vielen Clients musste bisher manuell Software installiert werden?
CG: In unseren Konstruktions- und Projektabteilungen haben wir 130 CAD-Arbeitsplätze. Dazu kommen etwa 150 normale Office-Arbeitsplätze sowie rund 100 Laptops für Außendienstmitarbeiter und unsere Bereichsleiter. Bisher musste ein PC oder Laptop mehrere Bereiche innerhalb der IT-Abteilung durchlaufen, bis alle benötigten Softwarekomponenten installiert waren. Der erste Kollege hat die Betriebssysteminstallation durchgeführt, danach hat der CAD-Administrator die Zeichnungsverwaltungssoftware installiert, und die Spezialisten für die Kalkulationssoftware haben ihr Programm eingerichtet. Dies war für uns zeitlich mit sehr großem Aufwand verbunden. So viele Clients immer auf dem aktuellen Softwarestand zu halten, hat mehrere IT-Mitarbeiter in Anspruch genommen. Eine Optimierung in diesem Bereich war eine notwendige Maßnahme.

- Helena Jäger und Daniel Hoch mit Christian Granitzer und Mario Zimmermann
Haben Sie schon länger mit uns zusammengearbeitet oder war das das erste Projekt?
MZ: Wir haben schon mehrere Projekte mit netlogix gemacht. Das ging los mit dem Thema Firewall - 2010 müsste das gewesen sein -, dann hatten wir ein Citrix-Projekt, bei dem uns netlogix aus einer sehr verfahrenen Situation geholfen hat. Irgendwann kam Active Directory dazu, dann haben wir unsere Lync-Installation an netlogix übergeben, später folgte Exchange. In Belgien haben wir eine Netzwerkmigration zusammen gemacht, bei der wir 100 Arbeitsplätze an drei Tagen aus der Domäne einer Tochterfirma in unsere AZO-Domäne integriert haben inklusive der Exchange-Migration. So hat sich die Zusammenarbeit immer weiter ausgebaut.
Was für Vorteile haben Sie bei der Installation eines Standardclients durch die Automatisierung über SCCM?
CG: Zeitersparnis ist ein ganz wichtiges Thema für uns. SAP nimmt sehr viel Manpower in Anspruch und das geht natürlich auf Kosten der Infrastruktur. Die Installationszeit für Software hat sich durch den Einsatz von SCCM stark reduziert. In unseren Tests habe ich einen Standard-Laptop innerhalb von 30 Minuten komplett installiert, für einen CAD-Arbeitsplatz ist der Zeitaufwand geringfügig höher. Allerdings beansprucht das Aufspielen der Windows-Updates zusätzlich noch einiges an Zeit.
Gibt es zu dem Projekt abschließend noch etwas zu sagen, was Sie sich anders gewünscht hätten bzw. was gut gelaufen ist?
CG: Wir waren und sind mit dem Projektverlauf sehr zufrieden. Es wurde auf unsere Wünsche, auf unsere Erfordernisse eingegangen und reagiert. Für uns ist wichtig, dass wir auch im laufenden Betrieb einen Ansprechpartner haben. Wenn Probleme auftauchen, kann man Herrn Hoch oder einen Kollegen kontaktieren und bekommt kurzfristig Lösungsmöglichkeiten angeboten. Besonders hilfreich ist hier der große Erfahrungsschatz der netlogix-Mitarbeiter.
Was denken Sie, wie lang das Projekt noch dauern wird?
CG: Inzwischen ist SP1 von SCCM erschienen, welches installiert werden soll. Ebenso sind die Umstellung von unserem WSUS-Server auf SCCM sowie der Einsatz von Endpoint Protection geplant. Diese Arbeiten wollen wir auf jeden Fall mit Unterstützung von netlogix durchführen. Weiter werden vermutlich immer wieder mal komplexe Softwarepakete zu erstellen sein, wo wir auf das Know-how von netlogix zurückgreifen werden. Also gibt es kein richtiges Ende, sondern es wird immer wieder neu optimiert, wenn sich etwas ändert.
DH: Wenn neue Funktionen eingeführt werden…
MZ: …oder neue Standorte hinzugefügt.
DH: Es gibt keinen klassischen Endtermin, sondern das Projekt durchläuft verschiedene Phasen. Wir haben es ja nicht nur durchgeführt, sondern machen auch eine laufende Betreuung, d.h. wenn Fragen oder Probleme auftreten, stehen wir zur Verfügung. Wir wollen nicht, dass es zur Frustration kommt, wie es oft passiert: Der Dienstleister macht das Projekt und anschließend wird er nicht mehr gesehen oder ist nicht mehr erreichbar.
MZ: Ich denke auch, einen exakten Startzeitpunkt für das Projekt kann man definieren, aber einen Endpunkt nicht. Es gibt verschiedene Phasen, wie Herr Hoch gerade schon gesagt hat, und die tägliche Betreuung gehört für uns zu einem Projekt dazu.

